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Himmelsvorschau:
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| Ereignis | Uhrzeit |
| Eintritt des Mondes in den Halbschatten | 19h23m |
| Eintritt des Mondes in den Kernschatten | 20h23m |
| Beginn der Totalität | 21h22m |
| Mitte der Finsternis | 22h13m |
| Ende der Totalität | 23h03m |
| Austritt des Mondes aus dem Kernschatten | 0h03m |
| Austritt des Mondes aus dem Halbschatten | 1h02m |
Quelle: Kosmos Himmelsjahr 2011, S. 18, Kosmos Verlag, Stuttgart
Der Ein- und Austritt aus dem Halbschatten sind für das bloße Auge generell unbeobachtbar, werden hier jedoch der Vollständigkeit halber aufgeführt. Im deutschsprachigen Raum steht der Mond beim Eintritt in den Kernschatten noch unter dem Horizont. Da der Vollmond relativ dicht über dem Horizont nicht so stark überstrahlt wird, ist die Halbschattenfinsternis die ersten ca. 15 Minuten nach dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten nach Erfahrung des Autors besonders gut zu beobachten.
Die folgende Tabelle gibt für 20 Städte im deutschsprachigen Raum die Zeiten für den Sonnenuntergang und Mondaufgang an:
| Stadt | Mondaufgang | Sonnenuntergang |
| Kiel | 21h47m | 21h55m |
| Hamburg | 21h43m | 21h50m |
| Berlin | 21h22m | 21h31m |
| Hannover | 21h36m | 21h44m |
| Köln | 21h40m | 21h47m |
| Kassel | 21h32m | 21h39m |
| Leipzig | 21h20m | 21h28m |
| Dresden | 21h13m | 21h21m |
| Erfurt | 21h24m | 21h31m |
| Frankfurt/Main | 21h29m | 21h36m |
| Fürth | 21h16m | 21h24m |
| Saarbrücken | 21h32m | 21h39m |
| Stuttgart | 21h20m | 21h28m |
| Augsburg | 21h11m | 21h19m |
| München | 21h07m | 21h15m |
| Linz | 20h57m | 21h05m |
| Wien | 20h48m | 20h56m |
| Innsbruck | 21h04m | 21h12m |
| Zürich | 21h16m | 21h24m |
| Bern | 21h19m | 21h26m |
Daten errechnet mit Calsky (www.calsky.de).
Für eine erfolgreiche Beobachtung ist ein erhöhter Standort mit freier Sicht in Richtung Osten und Südost erforderlich. Mit fortschreitender Abenddämmerung wird sich der verfinsterte Mond allmählich vom dunkler werdenden Himmel abheben. Der genaue Zeitpunkt des Beginns der Sichtbarkeit nach Sonnenuntergang lässt sich nicht vorhersagen: Da die Helligkeit des verfinsterten Mondes vom Zustand der Erdatmosphäre abhängt, kann er relativ schnell sichtbar werden, oder aber erst bei fortgeschrittener Dämmerung. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Mond während der gesamten Totalität innerhalb der horizontnahen Dunstschichten aufhält. Gegen Ende der Totalität erreicht der Mond beispielsweise in Frankfurt/Main knapp zehn Grad Horizonthöhe, die eine bessere Durchsicht versprechen. (Datenquelle: CalSky: www.calsky.de)
Der Beginn der Totalität fällt je nach Standort bis auf plus/minus ein paar Minuten mit dem Mondauf- und Sonnenuntergang zusammen. Lediglich im äussersten Südosten (beispielsweise in Linz) könnte bei perfekter Durchsicht am Horizont abhängig von der Helligkeit des Mondes im Kernschatten die gesamte Totalität zumindest theoretisch eben noch beobachtbar sein (siehe Tabellen oben). Da der total verfinsterte Mond verglichen mit dem unverfinsterten Vollmond extrem dunkel ist, dürfte dies in Anbetracht der horizontnahen Dunstschichten jedoch kaum möglich sein.
Mit fortschreitender Dämmerung bietet der dunkelrot gefärbte Mond vor dem tiefblauen Dämmerungshimmel ein beeindruckendes Naturschauspiel. Für die Beobachtung eignen sich Ferngläser und kleine Teleskope mit schwacher bis mittlerer Vergrößerung: Aufgrund der horizontnahen Dunstschichten und dort verstärkt auftretenden Luftturbulenzen können hochauflösende, große Teleskope ihr Plus an optischer Leistung bei dieser Finsternis kaum ausspielen, da der Mond während der gesamten Finsternis relativ dicht über dem Horizont steht. Erst kurz vor dem kompletten Austritt aus dem Kernschatten kommt der Mond in Bereiche, in denen die horizontnahen Dunstschichten etwas weniger störend sind.
Für die Totalität eignen sich schwache Vergrößerungen grundsätzlich besser, da der dann ohnehin relativ dunkle Mond heller erscheint als mit hohen Vergrößerungen.
Für die Fotografie dieser Mondfinsternis bietet es sich aufgrund der Gegebenheiten an, mit kurzen bis mittleren Brennweiten Stimmungsaufnahmen des Mondes über dem Horizont bzw. mit Vordergrundmotiven anzufertigen. Hierfür genügt eine übliche Kamera mit einem stabilen Stativ sowie Kabel- oder Selbstauslöser. Eine Nachführung ist dann nicht erforderlich. Bei Brennweiten über ca. 200-300 Millimeter (je nach Helligkeit des Mondes während der Totalität) empfiehlt sich während der Totalität die Verwendung einer motorischen Nachführung, da der Mond zur Finsternismitte relativ dunkel erscheinen kann und die horizontnahen Dunstschichten den verfinsterten Mond zusätzlich abdunkeln.
Für den Austritt aus dem Kernschatten ist keine Nachführung erforderlich, da der sich außerhalb des Kernschattens befindliche Mond bereits relativ hell ist.
Beobachtung von Monsfinsternissen
Fotografie von Mondfinsternissen auf meiner Schwesterseite www.AstroPlatz.de